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Mika sucht Ostereier in der Arktis

Mika ist gerade auf Spitzbergen. Das ist eine Insel in der Arktis. Er begleitet Forscherinnen und Forscher bei ihrer Arbeit. Heute durfte Mika endlich wieder mit auf einen spannenden Forschungsflug. Und ratet, was er da gefunden hat? Ostereier! 

Das erste Ei war kaum versteckt. Das hatte Mika auf seinem Weg zum Forschungsflugzeug POLAR 5 gefunden. Bevor es zum Flugzeug geht, ziehen alle eine knallorange Weste an. Dadurch ist jeder gut sichtbar – selbst wenn das Wetter nicht so gut ist. Das ist sehr wichtig, wenn man am Flughafen arbeitet. Mika sammelte das Ei ein und schaute vor Freude aus dem Fenster zur POLAR 5.

Dann ging es schon los. Mika stieg mit den anderen in die POLAR 5 ein. Alle machten sich bereit – die Forscherinnen und Forscher schalten ihre Instrumente ein und der Pilot und die Co-Pilotin bereiten sich auf den Flug vor. Sobald alle fertig sind, schnallt sich jeder an und los geht es! 

Nach dem Start, wenn das Flugzeug weit oben ist, darf sich jeder wieder frei bewegen. Mika setzte sich ans Fenster und beobachtete die Wolken von oben. Sie sehen manchmal aus wie Wolle oder Zuckerwatte. Aber manchmal ordnen sie sich auch in langen Bahnen an. Dann sieht es aus wie Schäfchen, die eine Straße entlanglaufen. Man nennt das dann tatsächlich ‘Wolkenstraßen’. Da könnte Mika stundenlang zuschauen.

Doch dann fiel Mika ein, dass er ja auf Ostereier-Jagd ist. Er schaute sich im Flugzeug um. Das nächste Ei war etwas schwieriger versteckt. Aber Mika hat es trotzdem gefunden. Es war in einem seltsamen Regal. In dem Fach neben dem Ei lag ein längliches Mess-Instrument. Mika fragte, was das denn ist? Ihm wurde erklärt, dass das ein ganz besonderes Mess-Instrument ist. Es wird ‘Drop-Sonde’ genannt. ‘Drop’ ist Englisch und bedeutet ‘fallenlassen’. Und das ist tatsächlich ein Messinstrument, das fallengelassen wird. Und zwar aus dem Flugzeug. 

 

Im Boden des Flugzeugs ist ein kleines Loch. Es ist gerade so groß, dass die Drop-Sonde rein passt. An bestimmten Stellen wird dann die Drop-Sonde durch das Loch aus dem Flugzeug geworfen. Beim Herunterfallen misst sie die Temperatur, wie stark der Wind weht und wie feucht die Luft ist, durch die sie hindurch fällt. Dadurch erfährt man, welche Eigenschaften die Luft in verschiedenen Höhen hat.

 

Das fand Mika so spannend, dass er auch ein paar Drop-Sonden aus dem Flugzeug werfen wollte. Mika hat euch sogar eine Karte mitgebracht. Dort seht ihr wo die POLAR 5 entlang geflogen ist und wo Mika mit den Forscherinnen und Forschern eine Drop-Sonde aus dem Flugzeug geworfen hat.

Nachdem Mika fleißig beim Drop-Sonden werfen geholfen hat, hatte er sich umgeschaut, was es sonst noch so zu tun gibt. Alle Forscherinnen und Forscher sind von Start bis Landung sehr beschäftigt. Mika schaut sich an, was man auf den ganzen Bildschirmen im Flugzeug sieht. Auf dem einen fand er Bilder von all den Wolken und dem Meereis, über die sie geflogen sind. Dort hat Mika zwar kein Ei mehr gefunden, aber einen neuen Freund. 

Ein kleiner kuscheliger Eisbär saß vor dem Bildschirm und schaute sich die Eisschollen an. Mika kuschelte sich zu ihm und war froh, dass er jemanden gefunden hat, mit dem er die ganzen Forschungsfragen zusammen besprechen und seine Ostereier teilen kann – denn Forschung ist Teamarbeit.

Text & Illustration: Patrizia Schoch

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