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Mikas Reise in die Arktis (Teil 2)

Mika hat mir wieder von seiner Arktisreise berichtet. Inzwischen ist zum Glück auch sein Gepäck angekommen. Da war er sehr erleichtert, und ich auch. Ich bat Mika, mir zu erzählen, was er auf seiner Reise alles erlebt. Ich wollte wissen, wie eine Forschungsreise genau abläuft. Er schrieb mir folgendes:

Liebe Mia,

hier in der Arktis ist es sehr schön. Wir haben schon 10 spannende Forschungsflüge gemacht. Das ist toll, denn so konnten wir viele Informationen sammeln. Wir nehmen hier die Wolken genau unter die Lupe – aber natürlich nicht wirklich mit einer Lupe, sondern wir fotografieren sie mit Kameras vom Flugzeug aus. Du weißt ja, dass Satelliten auch Bilder von der Erde machen. Mit dem Flugzeug sind wir aber viel näher an den Wolken dran und sehen mehr Details. Außerdem ist hier in der Arktis vieles weiß – das Meereis und der Schnee darauf, aber auch die Wolken sind weiß. Das ist alles gar nicht so leicht voneinander zu unterscheiden! Daher ist es hier besonders wichtig, dass man genau hinschaut.

 Aber du willst sicher nicht nur wissen, was wir machen, sondern auch wie hier ein Tag abläuft. Morgens schauen wir uns immer ganz viele Wetterkarten an. Die verschaffen uns einen guten Überblick. Wir sehen, wo die Wolken und das Meereis ungefähr sind. Und wir erfahren, wie stark der Wind ist, oder ob es regnet oder schneit.

Danach wird ein Plan für den nächsten Flug gemacht. Und es wird auch entschieden, ob wir heute fliegen können. Falls ja, dann geht’s ins Flugzeug und ab in die Luft. Die Arbeit im Flugzeug ist auch sehr spannend, aber davon berichte ich dir ein anderes Mal. Alle, die nicht fliegen, schauen sich schon mal die Messungen von den anderen Flügen an. Es haben immer alle viel zu tun, aber auch viel Spaß. Es werden immer wieder viele kleine und auch größere Scherze gemacht, es wird viel gelacht und alle haben neben der ganzen Arbeit viel Spaß und eine tolle Zeit. Ich freue mich schon auf die nächsten Tage und werde dir wieder berichten.

Dein Mika

Text & Illustration: Patrizia Schoch

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