Ist es am Nord- oder am Südpol kälter?

Heute hat uns in der Schule unser Lehrer Bilder von einem Wettrennen zum Südpol gezeigt. Das waren ganz alte schwarz-weiß Fotos und Filmausschnitte durften wir auch bestaunen. Dabei hatten die Forscher nicht so tolle Überlebensanzüge an wie die Wissenschaftler von (AC)3, wenn sie in der Arktis arbeiten. Ob es am Südpol vielleicht wärmer ist als am Nordpol? Ich stelle mir gerade vor, wie sich der Eisbär aus der mit dem Pinguin aus der ein Battle liefert. 😀

Ich befrage einfach Evelyn Jäkel. Sie ist Meteorologin und Polarforscherin bei (AC)3, Universität Leipzig, und konnte mir das super erklären. Sie holte gleich den Globus und erklärte, dass es in der Antarktis, so heißt der große weiße Fleck ganz unten am Globus, sogar viel kälter sei als in der Arktis. Im Jahresmittel werden dort zwischen -35 und -40 °C gemessen. Das ist um einiges kälter als in unserer Tiefkühltruhe. In der Arktis ist es im Vergleich dagegen mit durchschnittlich -15 bis -20 °C schon wärmer. Kalte Füße bekommt man da aber auch. „Warum ist das so?“, frage ich weiter.

Ich habe schon gelernt, dass die Arktis ein Gebiet ist, das größtenteils aus gefrorenem besteht. Aber man findet dort auch viel offenes Wasser und davon immer mehr. Das Wasser ist meist wärmer als das Eis und erwärmt damit die Luft. Außerdem kann schon mal milde Luft aus dem Süden bis in die Arktis vorstoßen. Dann wird es so richtig warm, jedenfalls für arktische Verhältnisse.

Im Gegensatz zur Arktis ist die Antarktis ein richtiger Kontinent mit einer 3 km dicken Eisdecke obendrauf. Das heißt Festlandeis. Weil der Südpol also so weit über dem Meeresspiegel liegt, ist es wie beim Wandern auf einem Berg oben kälter als im Tal. So wurden dort bereits unfassbare -89 °C gemessen. Es ist also kein Wunder, dass sich die Forscher damals so schwergetan haben, den Südpol zu erreichen.

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